Hans Op de Beeck – Metropolitan scenes

Vor zwei Wochen haben wir für uns ein wundervolles Museum für moderne Kunst in Arnheim entdeckt. Kurz MMKA, es laufen parallel mehrere Wechselaustellungen und die ständige Sammlung ist ebenfalls sehenswert. Die Ausstellung, die uns ins Erstaunen versetzte, ist Metropolitan Scenes von Hans Op de Beeck. Nicht zu verwechseln mit der parallel laufenden Ausstellung The Melancholy Metropolis. Diese versetzt sogar in eine andere Zeit. Ich will nicht zu viel verraten, aber beim Besuch sollte man ganz viel Zeit einplanen, es lohnt sich. Zurück zu Hans Op de Beeck, der belgische Künstler (1969 in Turnhout geb.) fasziniert in drei Filmen in Metropolitan Scenes einerseits durch die Idee des „Zerschmelzens einer Stadt“

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(Staging Silence 2, 2013), andererseits durch nackte Körper (Dance, 2013), die in der großen Menge zu verschmelzen scheinen. Die Palette des Künstlers von Zeichnungen im ersten Video, durch die Liebe zum Detail im Architektonischen im zweiten  Film bis zur gewissen Abstarktion im dritten ist sehr breit gelegt. Wir schreiten durch Räume in der Ausstellung und mit jedem Schritt offenbart sich die Frage des Tragikomischen und Melancholy in einer Stadt, im Sein, in unserer Zukunft. Eine aus Zuckenwürfeln erbaute Stadt, die leicht durch Wasserkraft verschwindet. Menschen, die durch ihre Statik und Bewegung, von oben betrachtet, ein fast geometrisches Muster bilden. Es sind nur wenige Gedanken, die beim zuschauen entstehen können. Das erste Video (Extensions, 2009) ist ein wenig komplizierter. Die Zeichnungen sind mit Wasserfarben gemalt, begleitet von der traurigen Musik folgt man dem melancholischen Zustand der Gezeichneten. In jedem der drei Filme spielt Wasser als Element, Wasser als Mittel und Wasser als Naturerscheinung eine bedeutende Rolle. Hans Op de Beecks Ästhetik überzeugt in ihrer feinen Art und Einfachheit der Form. Auch wenn verschiedene Technologien immer mehr Macht in unserem Leben gewinnen und die Abhängigkeit von diesen steigt, ohne Wasser können wir nicht lange überleben, ohne Technologien eher. Hans Op de Beeck verbindet nicht nur die verschiedenen künstlerischen Techniken für die Entstehung seiner Filme, sondern nutzt diese um ihre widersprüchliche Bedeutung für den Menschen zu betonen und die Schönheit sowie die Macht des Natürlichen herauszuheben.

Die Ausstellung läuft noch bis 30.03. 2014.

Der Link zur Seite des Künstlers: http://www.hansopdebeeck.com/

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Rhizomée

Beim Lesen des Titels der Ausstellung Rhizomée im Raum für junge Kunst EG Null, stellt man sich sofort die Fragen: „Hat das Wort Resümee etwas mit der Bedeutung des Titels zu tun? Sollte der Titel einer Ausstellung nicht auch ihren Zusammenhang eröffnen?“ Wer Griechisch ein wenig kann oder Interesse an Wortursprüngen hat, erkennt die Bedeutung der Anspielung auf die Wurzel (Rhizom) mit dem Wort Resümee. Eine Verschmelzung der beiden Wörter, die vielleicht tatsächlich den Kontext der Ausstellung anreißen.

EG Null – Raum für junge Kunst ist eine Initiative der Generali Deutschland. Die Ausstellung Rhizomée kann also nach einer Anmeldung beim Empfang bis zum 28. Februar 2014 besichtigt werden. Es lohnt sich diese neuen Räume mit hohen Decken und großen Fenstern zu sehen, weil sie genau für die Video- und Lichtinstallationen, sowie andere Kunstarbeiten ausgewählter Künstler bestens geeignet sind.

Es sind sechs Künstler, die ein Ensemble von sechs Filmfiguren bilden. Es sind drei KHM-Absolventen, die drei Künstler nach ihrem Belieben einladen durften. Die drei KHM-Absolventen: Johanna Reich, Carolina Redondo und Jens Pecho haben Eli Cortiñas, Daniela Kneip Velescu und Adriane Wachholz ausgewählt. Diese eher untypische Art und Weise der Auswahl der teilnehmenden Künstler in der Rhizomée zeigt den etwas anderen, innovativen Ansatz der Kuratoren der Ausstellung: Julia Höner und Georg Elben (Arbeit in Zusammenarbeit mit Mischa Kuball).

Im Raum zur rechten Seite vom Eingang sind die beiden Videos Liberation Day und Plein Air – Bild einer Stadt, 2013 von Johanna Reich (geb.1977 in Minden) zu sehen. Die Künstlerin integriert sich selbst in beide Videos um eventuell das Vergängliche einer Stadt in Bewegung und das Zerstörerische einer möglichen Illusion der Stärke des Menschen zu zeigen. An der anderen Wand des Raumes ist die Bleistiftzeichnung Haiyan, 2013 von Adriane Wachholz (geb. 1979 in Oppeln) in Verbindung mit einer Videoprojektion zu betrachten. Die geometrischen Formen in der Zeichnung stammen alle aus diesem Raum. Das Lichtspiel entsteht durch die Besonderheit der Elemente im Raum. Einen Kontrast zu diesen Werken bieten die großen Poster von Jens Pecho (geb. 1978 in Frankfurt am Main), die statistischen Daten zu den Todesursachen aus den Jahren 2008 bis 2011 abbilden. Durch die Benennung der Poster nach Verstorbenen gewinnt die Reihe an gewisser Tiefe. Im nächsten Raum trifft man auf das Video von Eli Cortiñas (geb. 1976 in Las Palmas de Gran Canaria) Perfidia (2012). Die Menschen gehen und gehen und scheinen nicht aufhören zu können. Es ist ein Videoschnitt aus verschiedenen Szenen des Films Der diskrete Charme der Bourgeoisie (1972) von Luis Buñuel. Die Menschen im Video scheinen kein eindeutiges Ziel zu haben, halten aber zusammen. Eine andere Bewegung präsentiert Carolina Redondo (geb. 1977 in Santiago de Chile) in Anti-gravity study #2 (2013) im Hauptfoyer. Die Schülerin Mischa Kuballs zeigt mithilfe von Licht und Schatten eine Silhouette von sich selbst in einer Videoperformance, die ebenfalls den Raum der Ausstellung mitintegriert. Im weiteren Raum nutzt Daniela Kneip Velescu (geb. 1982 in Bukarest) die Gegebenheiten, das Mobiliar in einem kleinen Foyer und verwandelt die Hocker, das Sofa, die Stehlampe und Ohrsessel in einen Teil des Selbstportraits. Für das Self-portrait (2013) verwendet sie Plastikfolie, die den Ton ihrer Haut trägt. Die Folie deckt das Mobiliar ab und jeder, der sich hinsetzt um das Video zu sehen kriegt etwas von der Künstlerin ab, nämlich die „Farbe ihrer Haut“. Ein Teil des Videos Two small paintings: Arrangement in Weiß und Schwarz (2011) führt die Künstlerin, wie sie Sonnenblumenkerne isst und die Schalen in eine Designervase wirft, vor. Dafür stehen drei Objekte auf dem Boden, alle weiß und für einen bestimmten Zweck. Der andere Teil Stapel Nr. 1 (plum, white, red) (2012) zeichnet die Aufstapelung von Büchern ab, dessen Buchrücken wir unscharf sehen können. Das Video beinhaltet eine konträre Bewegung, einerseits das Wiederholende der Geste der Künstlerin und andererseits das Unscharfe der Buchrücken, die ebenfalls wie ein Gemälde erscheinen.

Rhizomée könnte man in dem Sinne des Verwurzeltseins verstehen. Jeder sollte wissen, woher er oder sie stammt und es auch nicht vergessen. Die Bewegung und die Statik, die Statistik und das Licht begleiten unser Leben ohne wirklich berücksichtigt zu werden. Menschen gehen manchmal mit einem Ziel, manchmal auch ohne. Wir bewegen uns und bleiben nicht oft stehen um über etwas, über uns und unsere Umgebung nachzudenken. Dabei würden wir ohne Licht gar nicht sehen, wohin wir gehen und wo wir stehen. Licht und Schatten, Spiel und Tod, das Wiederholende und das Bleibende sind die Themen, die in dieser Ausstellung veranschaulicht werden und sogar den einen oder anderen zum Nachdenken bringen.

Rhizomée (ab 29. November 2013 bis 28. Februar 2014)

Johanna Reich, Carolina Redondo, Jens Pecho, Eli Cortiñas, Daniela Kneip Velescu, Adriane Wachholz

Generali Deutschland Holding

Tunisstraße 19-23

50667 Köln

Mehr abstrakte Kunst!!!

Ja, ich bestreite es auch nicht, ich mag abstrakte Kunst und es öffnet den Horizont meiner Gedanken. Warum? Weil die abstakte Welt überraschend ist. Sie ist voll von unterschiedlichsten Farben und offen für Neues. So offen, dass sie manchmal die Art zu sehen, wahrzunehmen, verändert. Die Veränderung, die zum Beispiel durch optische Täuschung eindringt. Die Ausstellung in Oberhausen, Austragungsort: II 1998-2012 vom Verein für aktuelle Kunst stellt über 40 verschiedene Positionen der Künstler dar, die mit Farben spielen und diese reformieren und reduzieren, variieren und vermischen, täuschen und verwirren.Publikum-4 Publikum-3 Publikum-2

Die Meister der optischen Täuschung sind für mich bei dieser Ausstellung Rosa M. Hessling und Rita Rohlfing. Beide  Objekte sind nicht in das Medium der Fotografie zu übertragen. Bei Rosa M. Hessling muss der Besucher seine Position wechseln um die Veränderung der Farbe festzustellen, bei Rita Rohlfing um die unterschedlichsten Farbverläufe im Werk sehen zu können. Nichtfarbe Weiß von Christoph Gesing und Günter Dohr trifft auf Nichtfarbe Schwarz im Werk  von Susanne Cirkel, der Kontrast fällt auf trotz der dominierenden farbigen Arbeiten. Eine Einteilung der Räume findet auch durch Gegenüberstellung der Farben satt. So stehen die eher mit röttlichen Plexiglasobjekten gefüllte Wand Thomas Kempers und der rote Besen von Martina Urmersbach den grünen und blauen Obejekten entgegen. Es ist erfrischend immer neue Objekte für sich zu entdecken, die überraschen und nicht eigene Illusion rauben etwas zu sehen.

Diese Ausstellung hat ein bisschen mehr Farbe in meinen Tag heute gebracht und den Gedanken freien Lauf gegeben, indem sie meine Phantasie anregte.

Das feine Zusammenspiel der versch. Elemente

„… ich könnte mir vorstellen, dass Sie durch meine Räume gingen.“

Ulla Bönnen & Thomas Kemper

Assemblagen, Installationen, Malerei

Lutherkirche, Köln

Das Zusammenspiel unterschiedlichster Objekte von Ulla Bönnen und Thomas Kemper ergibt sich aus langen Überlegungen der beiden Künstler, die sich genau mit fünf getrennten Räumen der Lutherkirche auseinandergesetzt haben. Es war ein Prozess der Veränderung der Zusammenstellung, der zum harmonischen Ergebnis geführt hat.

Es sind Entscheidungen, die den Besucher beeinflussen, ohne dass er oder sie es merken. Die Entscheidung Thomas Kempers in der Wahl der Größe seiner Werke, die jedes Mal genau angepasst wird. Oder die Entscheidung von Ulla Bönnen, die Fundstücke aus dem Rhein in einer Rauminstallation mit einem grünen Faden zu verbinden. Es sind auch andere Entscheidungen getroffen worden, dass überhaupt das Aufeinandertreffen der Künstler stattfinden konnte.

Es sind Teile, die zu einem Ganzen führen. Das Ganze, das man auch in Einzelteilen durchaus betrachten kann. Die Zusammenführung gelingt auch im zweiten Raum der Ausstellung, in welchem das Werk „Verklemmt“ und „Get Outside…“ von Ulla Bönnen in Gegenüberstellung mit dem farbenfrohen Werk von Kemper steht und das Komplexe solcher Ausstellung nochmals betont.

Es geht um die Grenzen, in welchen der Mensch sich immer wieder befindet, die durch das Rausgehen, Sich sammeln und frei die Luft einatmen vielleicht nur kurz, aber trotzdem gebrochen werden. Die geschwungenen Linien Kempers im Zusammenhang bringen das Leichte, das Geheimnisvolle und das Rätselhafte, was uns nicht immer klar ist und werden kann ins „Haus des Lebens“, das man manchmal von außen, ohne Rücksicht auf sich oder die Umstände, die einen begleiten, einfach nur kurz verlassen muss. Flüchten! Dahin, wo alles vergessen ist, was einen entmutigt.

Es sind die Werke wie „L´espace indecible“ von Bönnen und die Plexiglasobjekte von Kemper, die die Musik des Herzen erklingen lassen können, wenn man es nur zulässt. Sie erinnern an die Tiefe der Instrumente und das Ruhige der Natur, wenn man sie nur länger betrachtet.

Es sind die Räume, die einen füllen, man sollte nur versuchen zu verstehen, was es ist, oder den Gedanken fallen lassen, wenn kein anderer Ausweg in Sicht ist.

Fotos von Miriam Bargheer

„horizontal“ – die Kunst der Linie

Was verbindet den deutschen Zeichner Malte Spohr mit der holländischen Malerin José Heerkens und der israelischen Videokünstlerin Hilla Ben Ari?

Sie stellen in GKG – Gesellschaft für Kunst und Gestaltung in Bonn aus. Die Ausstellung „horizontal“ stellt eine Verknüpfung zwischen unterschiedlichen Künstlern wie Christiane Baumgartner, Nicholas Bodde, Nina Brauhauser, Max Cole, Günter Walter, Wolfgang Nestler, Christiane Schlosser, Christoph Gesing, Björn Drenkwitz, Hilla Ben Ari, Malte Spohr und José Heerkens dar. Aber es geht nicht um kulturelle Unterschiede, oder politische Auseinandersetzungen und auch nicht nur um die abstrakte Kunst. Es geht um die Linie, die bei jedem Kunstwerk in dieser Ausstellung auf verschiedener Weise auftritt und den Rahmen füllt.

Es sind Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Videos, die alle nun eine Gemeinsamkeit haben, sie zeigen die Linien, die horizontalen Linien.

Malte Spohrs MKL-Arbeiten auf Bütte eröffnen in einem von zwei Räumen der Ausstellung „horizontal“ das breite Spektrum an scheinbar unerschöpflichen Möglichkeiten der Linie. Wir neigen dazu in Wolken, wenn wir sie lange genug ansehen Gesichter zu erkennen, so ist es bei den Zeichnungen Spohrs nicht. Man könnte die Wolken, oder Leopardenmuster oder vielleicht sogar Tarnflecke in seinen Linien erkennen, aber es kann auch einfach nur der abstrahierte Blick auf eine Landschaft sein. Irgendwie erscheinen mir seine Werke romantisch, sie sind für mich verführerisch und rätselhaft, weil man sich fragt, wo denn diese Landschaften sind. Es sind nun Linien, die im Zusammenspiel organische Formen ergeben.

Die „Echos“ von Björn Drenkwitz „Wir sind das Volk“ und „Blood, Toil, Tears and Sweat“ spiegeln den Gedanken wieder. Wir als Volk wollen bemerkt und gehört werden. Wir verlieren uns leicht in einer Landschaft, wenn wir keine Anhaltspunkte fest halten.

Nicholas Bodde konkretisiert die Linie, indem er die Linien klar voneinander trennt. Nina Brauhauser vermischt sie. Die Bewegung der Farbe Boddes findet man in dem Video „Speed“ von Christiane Baumgartner wieder.

José Heerkens überträgt horizontale Linie nicht nur auf die Wand, sondern auch auf den Boden. Hier stellt sich direkt die Frage nach der Zerlegung der Einzeleile, die Gemälde an der Wand und auf dem Boden kennzeichnen die Bedeutung des Raumes für die Künstlerin. Die bunten Farben mit den Erdfarben spielen auch das Konzept einer Stadt auf.

Unsere Wahrnehmung hängt nicht nur mit unserem körperlichen Gleichgewicht zusammen, sondern wir sind auch immer auf der Suche nach der inneren Zufriedenheit und der „goldenen“ Mitte. Die horizontale Linie bezeichnet auch den Weg, den jeder für sich selbst irgendwann wählt. Wie treffen ständig Entscheidungen, weswegen sich unser Leben in einer ständigen Veränderung befindet. Die horizontale Linie steht nicht nur für die Klarheit, sondern auch für das Ganze, das Ganze, das wir selbst aus verschiedenen Teilen zusammenstellen.

Für jeden der Künstler dieser Ausstellung scheint die horizontale Linie von Bedeutung zu sein. Aber die Frage nach Warum und Weshalb kann sich jeder für sich beim Besuch dieser vielseitigen Ausstellung beantworten.

 

Julie Mehretu

Wer ist Julie Mehretu? Da ich mich für Kunst interessiere, natürlich eine Künstlerin, eine Malerin genauer gesagt, die auch bei der Documenta 13 vertreten ist. Es ist schön, neue Künstler für sich zu entdecken. Sie ist bekannt, aber ich kannte sie nicht und es begeistert mich, wenn ich etwas sehe, was anders ist, so anders, dass ich nach Antworten suche. Es ist abstrakte Kunst, die die Linie bekennt, weiße Farbe, mit wenigen farbigen Strichen in Kontrast zu dünnen Tintenstrichen zu setzen. Es sind große Leinwände, die architektonische Pläne andeuten, Routen oder Wege, die Künstlerin verbindet Zeichnung mit Malerei und erkennt die Form, die Linie und die Farbe als Ganzes.

Julie Mehretu (1970 in Addis Abeba geboren) ist für ihre genaue Recherche bekannt, sie sucht Architektur aus, die ihr hilft die Themen der Globalisierung, Zerstörung, Macht und Vergänglichkeit zu behandeln. Es sind großformatige Arbeiten, die das Helle und das Dunkle der Gegenwart betonen. Die wenigen farbigen Striche unterstreichen die Freude des Entstehens, die ganauen dunklen Tintenstriche den Moment der Zerstörung. Die Architektur ist stark, aber sie braucht auch den Schutz. Die Menschen suchen nach Schutz und Sicherheit bei sich zuhause, aber können wir wirklich in dieser Welt, in unserer Gesellschaft sicher sein?

In der ständigen Angst etwas zu verlieren, verlieren wir unser Vertrauen, nicht nur an die anderen, auch an uns selbst.

Julie Mehretu malt abstrakt, jeder kann etwas anderes für sich in ihren Bildern erkennen. Aber auch in ihrem Arbeitsprozess vertritt sie die Vision, in dem sie monatelang an ihren Arbeiten bleibt und sie immer wieder verändert, bestimmte Elemente auslöscht und die anderen auffüllt, dass die Welt bedrohlich wirkt. Indem wir die Möglichkeit haben immer wieder etwas zu verändern, können wir auch den Halt verlieren.

Es ist mein Blick auf ihre Kunst, die gleichzeitig voller Leben und Fragen ist. Fragen, die wir uns stellen und manche unbeantwortet lassen.