Ein Tag an der Förde

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Modenschau Scirocco

Gestern waren wir bei einer Modenschau als Fotografenteam unterwegs und hier schon mal die ersten Fotos. Es war interessant die Entwicklung und die Veränderungen zu sehen. Die Designerin Sonja Moussa hat ca. 30 Kleidungsstücke angefertigt und die ganze Pallette von klassich, leger bis zu Abendmode und Tüll vorgestellt. Es gab mehrere Läufe und die Models haben auch nicht auf sich warten lassen. Zwischen den Läufen gab es Musik von der jungen Soulsängerin Nadége. Alles war gut koordniert und es hat Spaß gemacht zuzuschauen.

Viel Erfolg und weiter so!!!

Weitere Fotos folgen!

 

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Rhizomée

Beim Lesen des Titels der Ausstellung Rhizomée im Raum für junge Kunst EG Null, stellt man sich sofort die Fragen: „Hat das Wort Resümee etwas mit der Bedeutung des Titels zu tun? Sollte der Titel einer Ausstellung nicht auch ihren Zusammenhang eröffnen?“ Wer Griechisch ein wenig kann oder Interesse an Wortursprüngen hat, erkennt die Bedeutung der Anspielung auf die Wurzel (Rhizom) mit dem Wort Resümee. Eine Verschmelzung der beiden Wörter, die vielleicht tatsächlich den Kontext der Ausstellung anreißen.

EG Null – Raum für junge Kunst ist eine Initiative der Generali Deutschland. Die Ausstellung Rhizomée kann also nach einer Anmeldung beim Empfang bis zum 28. Februar 2014 besichtigt werden. Es lohnt sich diese neuen Räume mit hohen Decken und großen Fenstern zu sehen, weil sie genau für die Video- und Lichtinstallationen, sowie andere Kunstarbeiten ausgewählter Künstler bestens geeignet sind.

Es sind sechs Künstler, die ein Ensemble von sechs Filmfiguren bilden. Es sind drei KHM-Absolventen, die drei Künstler nach ihrem Belieben einladen durften. Die drei KHM-Absolventen: Johanna Reich, Carolina Redondo und Jens Pecho haben Eli Cortiñas, Daniela Kneip Velescu und Adriane Wachholz ausgewählt. Diese eher untypische Art und Weise der Auswahl der teilnehmenden Künstler in der Rhizomée zeigt den etwas anderen, innovativen Ansatz der Kuratoren der Ausstellung: Julia Höner und Georg Elben (Arbeit in Zusammenarbeit mit Mischa Kuball).

Im Raum zur rechten Seite vom Eingang sind die beiden Videos Liberation Day und Plein Air – Bild einer Stadt, 2013 von Johanna Reich (geb.1977 in Minden) zu sehen. Die Künstlerin integriert sich selbst in beide Videos um eventuell das Vergängliche einer Stadt in Bewegung und das Zerstörerische einer möglichen Illusion der Stärke des Menschen zu zeigen. An der anderen Wand des Raumes ist die Bleistiftzeichnung Haiyan, 2013 von Adriane Wachholz (geb. 1979 in Oppeln) in Verbindung mit einer Videoprojektion zu betrachten. Die geometrischen Formen in der Zeichnung stammen alle aus diesem Raum. Das Lichtspiel entsteht durch die Besonderheit der Elemente im Raum. Einen Kontrast zu diesen Werken bieten die großen Poster von Jens Pecho (geb. 1978 in Frankfurt am Main), die statistischen Daten zu den Todesursachen aus den Jahren 2008 bis 2011 abbilden. Durch die Benennung der Poster nach Verstorbenen gewinnt die Reihe an gewisser Tiefe. Im nächsten Raum trifft man auf das Video von Eli Cortiñas (geb. 1976 in Las Palmas de Gran Canaria) Perfidia (2012). Die Menschen gehen und gehen und scheinen nicht aufhören zu können. Es ist ein Videoschnitt aus verschiedenen Szenen des Films Der diskrete Charme der Bourgeoisie (1972) von Luis Buñuel. Die Menschen im Video scheinen kein eindeutiges Ziel zu haben, halten aber zusammen. Eine andere Bewegung präsentiert Carolina Redondo (geb. 1977 in Santiago de Chile) in Anti-gravity study #2 (2013) im Hauptfoyer. Die Schülerin Mischa Kuballs zeigt mithilfe von Licht und Schatten eine Silhouette von sich selbst in einer Videoperformance, die ebenfalls den Raum der Ausstellung mitintegriert. Im weiteren Raum nutzt Daniela Kneip Velescu (geb. 1982 in Bukarest) die Gegebenheiten, das Mobiliar in einem kleinen Foyer und verwandelt die Hocker, das Sofa, die Stehlampe und Ohrsessel in einen Teil des Selbstportraits. Für das Self-portrait (2013) verwendet sie Plastikfolie, die den Ton ihrer Haut trägt. Die Folie deckt das Mobiliar ab und jeder, der sich hinsetzt um das Video zu sehen kriegt etwas von der Künstlerin ab, nämlich die „Farbe ihrer Haut“. Ein Teil des Videos Two small paintings: Arrangement in Weiß und Schwarz (2011) führt die Künstlerin, wie sie Sonnenblumenkerne isst und die Schalen in eine Designervase wirft, vor. Dafür stehen drei Objekte auf dem Boden, alle weiß und für einen bestimmten Zweck. Der andere Teil Stapel Nr. 1 (plum, white, red) (2012) zeichnet die Aufstapelung von Büchern ab, dessen Buchrücken wir unscharf sehen können. Das Video beinhaltet eine konträre Bewegung, einerseits das Wiederholende der Geste der Künstlerin und andererseits das Unscharfe der Buchrücken, die ebenfalls wie ein Gemälde erscheinen.

Rhizomée könnte man in dem Sinne des Verwurzeltseins verstehen. Jeder sollte wissen, woher er oder sie stammt und es auch nicht vergessen. Die Bewegung und die Statik, die Statistik und das Licht begleiten unser Leben ohne wirklich berücksichtigt zu werden. Menschen gehen manchmal mit einem Ziel, manchmal auch ohne. Wir bewegen uns und bleiben nicht oft stehen um über etwas, über uns und unsere Umgebung nachzudenken. Dabei würden wir ohne Licht gar nicht sehen, wohin wir gehen und wo wir stehen. Licht und Schatten, Spiel und Tod, das Wiederholende und das Bleibende sind die Themen, die in dieser Ausstellung veranschaulicht werden und sogar den einen oder anderen zum Nachdenken bringen.

Rhizomée (ab 29. November 2013 bis 28. Februar 2014)

Johanna Reich, Carolina Redondo, Jens Pecho, Eli Cortiñas, Daniela Kneip Velescu, Adriane Wachholz

Generali Deutschland Holding

Tunisstraße 19-23

50667 Köln

BMX Worlds 2013

Gestern fand die BMX Wolds 2013 statt und wir waren dabei. Es ist immer spannend etwas Neues kennenzulernnen und irgendwie kamen wir dazu die Tickets für die BMX Wolds zu kaufen. Es ist aber trotzdem beängstigend, was manche Menschen riskieren um ein paar Tricks zu schaffen. An dieser Stelle sollte man sagen, dass Männer in diesem Sport anscheinend mehr ausprobieren. Wir nicht alle Teilnehmer gesehen, aber die Männer, ob Amateure oder Profis haben auf jeden Fall eine andere Technik. Vielleicht täusche ich mich, aber es kam mir so vor, dass Männer mehr zeigen konnten. troy1troy2Ob der kleine Troy Hayward  aus England im Verleich zu Luzie Ronkholzluzie3luzie2luzie, der kleinsten im Wettbewerb, der mehr drauf hatte, wie man sich vorstellen konnte. Oder Camila Harambour aus Chilecamilla2 camilla1, die Gewinnerin bei der Girls Park, es sind Sportler, die immer wieder aufstehen, wenn sie fallen und sich tierisch ärgern, wenn etwas nicht so funktioniert, wie sie es gern hätten. Es sind Sprünge in die Luft oder Figuren mit dem Radsprung3 sprung2 sprung1, bei denen sie Brüche und vieles mehr riskieren um Zuschauer von ihrem Können zu begeistern. Ich bin zwar irgendwie begeistert, aber nachdenklich nach Hause gefahren und frage mich, ist es das wirklich wert?

Ulf K. Der Künstler mit Herz

Die Ludwiggalerie in Oberhausen zeigt die erste Einzelausstellung des Künstlers Ulf K., den Poeten unter den Comic-Zeichnern. Ulf K. (2004 als bester deutschsprachiger Comic-Zeichner ausgezeichnet) hat selbst bei der enormen Auswahl seiner Werke mitgewirkt. Ulf K. wählt exakte geometrische Formen für seine wunderbaren Figuren, die mit einem der beiden Ausstellungräume ein besonderes Zusammenspiel ergeben. Es sind die ungewöhnlichen Formen der Wände des Raumes, die rund wie auch eckig die Zeichnungen Ulf K.s umrahmen. Ulf K. arbeitet genau und nutzt die Farbe wie die Tusche zur Betonung der unterschiedlichsten Stimmungen der Akteure, die in ihrer Welt voller Überraschungen, aber auch Ängste leben.

Im „Besuch von Freunden“ (2012) stellt Ulf K. sich selbst als „den kleinen Clown“ (2002), „Akkuratus“ oder „Philosophisch“(2008) usw. Er lächelt und dieses Lächeln findet sich in jedem Werk dieses gutherzigen Menschen. Er bildet seine Welt ab, die seine Kindheitserlebnisse („Seemonster“ von 2002), selbst als Vater („Nester“ von 2004) oder als „Mondgucker“ (1995) wiederspiegelt.

Dieses Lächeln begleitet uns in die Atmosphäre der Ludwigsgalerie, diese lässt es einem warm ums Herz werden. Ulf K. ist 1969 in Oberhausen geboren und die Stadt erkennt man in seinen Werken immer wieder, die Häuser, die Natur und die Menschen.

„Das Leben des Träumers. Wunsch“ von 2001 trägt auch autobiographische Züge, da der Träumer in seine Stadt zurückkommt. Auch Ulf K. kehrte in seine Stadt nach eines Paris-Aufenthaltes zurück. „Der kleine Clown“ sitzt auf einem Mond und blickt auf die Stadt, es ist zwar seine Stadt, aber nimmt sie ihn wieder auf?

Die Figuren Ulf K.s sind von der Kontur aus definiert, aber sie stellen Fragen. Manchmal kann man ihre Unsicherheit und Angst fast spüren, aber auch ihre Freude und Wärme.

Die Ausstellung hat mir einen weiteren Blick auf die Comic-Zeichnung ermöglicht. Ulf K. ist der Poet unter den Comic-Zeichnern, aber warum?

Weil er die offene, warme Welt zur Schau stellt, die ihn vervollständigt. Er scheint ein Künstler zu sein, der sich in vollkommener Harmonie mit seiner Umgebung, seinen Mitmenschen und seinen Figuren befindet. Die Figuren, die aus definierten geometrischen Formen entstehen, leben auf den Blättern und erörtern ihre Wünsche, die manchmal unerfüllt bleiben. Es ist das Herz des Künstlers, das in jeder Figur, in jeder Geschichte „auf der Oberfläche der Erde“ erscheint. Der Mond, die Umgebung, die Erde, was ist das Entscheidende? Vielleicht die Sicherheit, die immer wieder hinterfragt wird.

Wir sind auf der Suche nach unserem Glück und fühlen oft die Leere, weil uns trotz der glücklichen Momente etwas oder jemand fehlt. Diese Suche treibt uns voran, lässt uns aber auch nicht in Ruhe.

Diese Suche nach sich selbst, die nicht nur die fröhlichen Gedanken über die Familie oder Freunde beinhaltet, stellt auch die Frage nach dem Tod. Die Ausstellung ist thematisch gegliedert und auch das Thema Tod nimmt an einer Wand Platz ein.

Es ist das Ernste und das Lustige, das Ironische und das Traurige, das Ulf K. auch mit Art Spiegelman verbindet. Sie sind beide Comic-Zeichner, arbeiten sehr genau und lieben Details, aber man sollte sie vielleicht nicht mit einander vergleichen.

Andreas Platthaus bittet Ulf K. die Ausstellungskritik zu der Ausstellung im Museum Ludwig „Art Spiegelman: CO-MIX“ zu zeichnen. Es entsteht eine kurze Geschichte, die auch den Künstler Ulf K. von seiner ironischen Seite wiedergibt.

Ulf K. ist vielleicht ein Träumer, der aber seine Traumwelt realisiert und verbildlicht. Es ist die besonders einladende Art dieser Zeichnungen, aus welchen das Leben sprüht, die uns in eine andere Traumwelt entführen.

Fotos von Micaella Cervinscaia

Art Spiegelman – der leidenschaftliche Comiczeichner

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich das Werk Maus von Art Spiegelman gelesen, ich war von der Menge an Emotionen, die der Künstler im Buch wiedergeben konnte, fasziniert. Mich überwältigte aber auch das Gefühl der Leere, die man empfindet, wenn etwas so unglaublich Berührendes in deine Hände gerät, dass du nichts mehr anfangen kannst. Du bist für eine Zeit nicht aufnahmefähig.

Am 20. September bin ich mitten ins Gespräch Art Spiegelmans mit Andreas Platthaus im Museum Ludwig geraten, geraten ist das falsche Wort, aber durch die Masse an Menschen, die vor mir saßen und standen, hatte ich Schwierigkeiten zuzuhören. Art Spiegelman ist anscheinend wirklich berühmt, habe ich aus der Menge herausgehört, aber ist das wichtig?

Ist Erfolg das, was Art Spiegelman als bedeutend empfindet? Ist es eher das Schicksal, oder doch Mühe und Liebe zu seinem eigenen Werk, die ihn in die Situation geführt haben, im Museum Ludwig Fragen von Andreas Platthaus zu beantworten?

Ich denke, dass Art Spiegelman einfach ein Mensch ist, der das Glück hatte, nie seine Leidenschaft zur Comiczeichnung unterbrechen zu müssen. Er konnte sein ganzes Leben lang das zeichnen, was er mochte, Comicfiguren, die immer wieder etwas von ihm selbst wiederspiegeln. Er verarbeitet sein Leben in den Zeichnungen, die ihm dabei helfen, wieder zu sich zu finden.

Im Museum Ludwig wird die Ausstellung CO-MIX: Art Spiegelman. Eine Retroperspektive von Comics, Zeichnungen und übrigem Gekritzel bis zum 6. Januar gezeigt. Sie eröffnet den Weg zum Künstler und seinem Werk und vielleicht den Blick auf die Comiczeichnung auch für die Besucher, die nicht unbedingt offen für diese „andere“ Kunst sind.

Art Spiegelman hat die wahre Geschichte des Lebens seines Vaters in einem Comicheft erzählt und damit vielleicht die Welt verändert. Aber es scheint auch der richtige Moment gewesen zu sein, an dieser Geschichte auch andere teilhaben zu lassen. Dieses Werk reist mit dem Künstler um die Welt. Es ist ein Stück von ihm, das jeder in der einen oder anderen Weise immer mit sich trägt, da wir alle Kinder unserer Eltern sind, die alle immer ein Teil von uns bleiben.

Sein Vater konnte den Erfolg seines Sohnes nicht miterleben, aber er hat ihn auch nie daran gehindert, Künstler zu sein. Art Spiegelman konnte seinen Weg gehen, und seine Eltern waren diejenigen, die ihm die Leidenschaft nicht nehmen wollten. Sie konnten ihn vielleicht nicht verstehen, aber sie haben ihn machen lassen, was er wollte.

In der Ausstellung kann man genau diesen Weg mitverfolgen, von den Zeichnungen, die er anfangs mit seiner Mutter gekritzelt hat, über das RAW-Magazine (die Zusammenarbeit mit seiner Frau), Maus (die Verarbeitung der Erlebnisse des Vaters in Auschwitz) und Breakdowns (das Selbstportrait des Künstlers) bis hin zu Im Schatten keiner Türme (die Erfahrung des 11. Septembers). Außerdem ist der Film von Clara Kuperberg und Joëlle Oosterlick (ARTE 2009) über den Künstler am Anfang/Ende der Ausstellung sehenswert.

Seine Mutter war diejenige, die mit ihm zusammen Kritzeleien anfertigte. Ihren Selbstmord verarbeitete Spiegelman eher expressionistisch, im Film sagt er, dass er ein gewisses Maß an Unruhe für erfolgreiches Arbeiten benötigt. Auch in seinem berühmten Werk Maus versucht er die Beziehung zu seinem Vater zu verbildlichen, indem die beiden über das Grauen sprechen, reden sie miteinander und führen eine echte Vater-Sohn-Beziehung. Obwohl der Vater früher das Thema immer verweigerte, spricht er mit seinem mittlerweile erwachsenen Sohn über alle Einzelheiten.

Die Tatsache, dass die Maus ihn immer weiter in seinem Leben verfolgt, verinnerlicht Art Spiegelman in seinem Portrait Selbstportrait mit Maus Maske (1989), auch lehnt er die Verfilmung der Maus ab.

Durch die Offenlegung seiner eigenen Geschichte, der Geschichte seiner Eltern und anderen Einzelheiten, die Spiegelman in der einen oder anderen Weise betreffen, hat Spiegelman das Neue im Medium Comic erreichen können, das Ernste, das Tiefgründige in den Comiczeichnungen, die das Reale darstellen.

Es sind verschiedene Themen, die Art Spiegelman bewegen. Seine Werke sind teilweise provokativ, teilweise programmatisch. Es sind Zeichnungen wie Die wilde Party (1994), die auch meinen Blick wegen ihrer zarten Ästhetik aufhalten. Sie könnte im Dunkeln des Themas vielleicht an ihrer Kraft verlieren, aber die geniale Technik, die mehrfache Anfertigung des Künstlers sind auch in diesen Arbeiten sichtbar.

Hinter jedem großen Künstler steht auch jemand, der ihn in allem unterstützt und vielleicht auch fordert. Im Fall Art Spiegelmans ist es seine Frau, die stark an seiner Seite steht und ihn immer wieder zu sich finden lässt, ob im RAW-Magazine oder im New-Yorker oder bei der Ausstellungseröffnung, sie ist die Frau, die im Werk Maus den entscheidenden Satz „Du musst nur ehrlich bleiben, Liebling.“ ausspricht.

Schloss Wolfsbrunnen

Heute sind wir ungefähr drei Stunden bis zum Schlosshotel Wolfsbrunnen in Mainhard  gefahren, die letzte Stunde auf der Landstraße führte uns hoch und runter, die schöne Aussicht aus dem Fenster konnte nur ich betrachten, der Fahrer musste sich leider ziemlich konzentrieren. Am Ende der Strecke hat uns das Navi doch in die Irre geführt, manchmal kann man sich doch nicht nur auf die Technik verlassen. Eine nette Frau war mit ihrem Hund spazieren und sie hat uns den richtigen Weg erklärt. Bei der Ankunft hat uns der Portier in unser Zimmer  geleitet, das Zimmer hat einen Balkon mit der schönen Panoramaaussicht  über den See und die ganze Stadt, wir hatten das Glück das Zimmer mit dem einzigen Balkon auf der Seite zu bekommen. An der Stelle möchte ich einführen, dass in der Stadt nichts zu sehen ist. Sie ist von Weitem wunderbar zu betrachten, bei Nahem leider nicht. Wir sind nämlich später in die Stadt rein gefahren und sie hat nur ein paar hübsche Häuser zu bieten. Zurück zum Schlosshotel. Es ist in jeder Hinsicht zu empfehlen, es ist ein schönes altes Schloss , an einem Berg gelegen und von Wald umgeben mit sehr freundlichem Personal und ruhiger, einladender Atmosphäre. 1904-1906 als Hochzeitsgeschenk eines Industriellen an seine Tochter gebaut, wurde es zwischen 1943-1945 von der deutschen Wehrmacht als Lazaret genutzt, später 1946-1947 war es ein Kinderheim für elternlose judische Kinder, seit1988 wird es als Hotel betrieben. Es ist immer wieder interesant die Geschichte der Wände, in denen man vielleicht nur eine Nacht bleibt, zu kennen. Diese Wände tragen der Ruhe bei, die an diesem Ort kaum jemandem entgeht. Der Spaziergang durch den Wald, runter zum Ort, durch diesen durch und anschließende durch den Schlosspark zurück zum Hotel, wenn man sich verläuft und weiter geht, ist schön, nur braucht man Geduld um aus den Irrwegen raus zu finden. Dieser lange Spaziergang, den wir später unternahmen, führte uns auch durch die Felder und auch den Nordic-Walking-Pfad entlang. Man kann auf jeden Fall auch hier vor Ort entspannen, allein der Blick aus dem Fenster und die frische Luft bieten Erholung und seelische Entspannung.