Modenschau Scirocco

Gestern waren wir bei einer Modenschau als Fotografenteam unterwegs und hier schon mal die ersten Fotos. Es war interessant die Entwicklung und die Veränderungen zu sehen. Die Designerin Sonja Moussa hat ca. 30 Kleidungsstücke angefertigt und die ganze Pallette von klassich, leger bis zu Abendmode und Tüll vorgestellt. Es gab mehrere Läufe und die Models haben auch nicht auf sich warten lassen. Zwischen den Läufen gab es Musik von der jungen Soulsängerin Nadége. Alles war gut koordniert und es hat Spaß gemacht zuzuschauen.

Viel Erfolg und weiter so!!!

Weitere Fotos folgen!

 

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Hans Op de Beeck – Metropolitan scenes

Vor zwei Wochen haben wir für uns ein wundervolles Museum für moderne Kunst in Arnheim entdeckt. Kurz MMKA, es laufen parallel mehrere Wechselaustellungen und die ständige Sammlung ist ebenfalls sehenswert. Die Ausstellung, die uns ins Erstaunen versetzte, ist Metropolitan Scenes von Hans Op de Beeck. Nicht zu verwechseln mit der parallel laufenden Ausstellung The Melancholy Metropolis. Diese versetzt sogar in eine andere Zeit. Ich will nicht zu viel verraten, aber beim Besuch sollte man ganz viel Zeit einplanen, es lohnt sich. Zurück zu Hans Op de Beeck, der belgische Künstler (1969 in Turnhout geb.) fasziniert in drei Filmen in Metropolitan Scenes einerseits durch die Idee des „Zerschmelzens einer Stadt“

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(Staging Silence 2, 2013), andererseits durch nackte Körper (Dance, 2013), die in der großen Menge zu verschmelzen scheinen. Die Palette des Künstlers von Zeichnungen im ersten Video, durch die Liebe zum Detail im Architektonischen im zweiten  Film bis zur gewissen Abstarktion im dritten ist sehr breit gelegt. Wir schreiten durch Räume in der Ausstellung und mit jedem Schritt offenbart sich die Frage des Tragikomischen und Melancholy in einer Stadt, im Sein, in unserer Zukunft. Eine aus Zuckenwürfeln erbaute Stadt, die leicht durch Wasserkraft verschwindet. Menschen, die durch ihre Statik und Bewegung, von oben betrachtet, ein fast geometrisches Muster bilden. Es sind nur wenige Gedanken, die beim zuschauen entstehen können. Das erste Video (Extensions, 2009) ist ein wenig komplizierter. Die Zeichnungen sind mit Wasserfarben gemalt, begleitet von der traurigen Musik folgt man dem melancholischen Zustand der Gezeichneten. In jedem der drei Filme spielt Wasser als Element, Wasser als Mittel und Wasser als Naturerscheinung eine bedeutende Rolle. Hans Op de Beecks Ästhetik überzeugt in ihrer feinen Art und Einfachheit der Form. Auch wenn verschiedene Technologien immer mehr Macht in unserem Leben gewinnen und die Abhängigkeit von diesen steigt, ohne Wasser können wir nicht lange überleben, ohne Technologien eher. Hans Op de Beeck verbindet nicht nur die verschiedenen künstlerischen Techniken für die Entstehung seiner Filme, sondern nutzt diese um ihre widersprüchliche Bedeutung für den Menschen zu betonen und die Schönheit sowie die Macht des Natürlichen herauszuheben.

Die Ausstellung läuft noch bis 30.03. 2014.

Der Link zur Seite des Künstlers: http://www.hansopdebeeck.com/

Rhizomée

Beim Lesen des Titels der Ausstellung Rhizomée im Raum für junge Kunst EG Null, stellt man sich sofort die Fragen: „Hat das Wort Resümee etwas mit der Bedeutung des Titels zu tun? Sollte der Titel einer Ausstellung nicht auch ihren Zusammenhang eröffnen?“ Wer Griechisch ein wenig kann oder Interesse an Wortursprüngen hat, erkennt die Bedeutung der Anspielung auf die Wurzel (Rhizom) mit dem Wort Resümee. Eine Verschmelzung der beiden Wörter, die vielleicht tatsächlich den Kontext der Ausstellung anreißen.

EG Null – Raum für junge Kunst ist eine Initiative der Generali Deutschland. Die Ausstellung Rhizomée kann also nach einer Anmeldung beim Empfang bis zum 28. Februar 2014 besichtigt werden. Es lohnt sich diese neuen Räume mit hohen Decken und großen Fenstern zu sehen, weil sie genau für die Video- und Lichtinstallationen, sowie andere Kunstarbeiten ausgewählter Künstler bestens geeignet sind.

Es sind sechs Künstler, die ein Ensemble von sechs Filmfiguren bilden. Es sind drei KHM-Absolventen, die drei Künstler nach ihrem Belieben einladen durften. Die drei KHM-Absolventen: Johanna Reich, Carolina Redondo und Jens Pecho haben Eli Cortiñas, Daniela Kneip Velescu und Adriane Wachholz ausgewählt. Diese eher untypische Art und Weise der Auswahl der teilnehmenden Künstler in der Rhizomée zeigt den etwas anderen, innovativen Ansatz der Kuratoren der Ausstellung: Julia Höner und Georg Elben (Arbeit in Zusammenarbeit mit Mischa Kuball).

Im Raum zur rechten Seite vom Eingang sind die beiden Videos Liberation Day und Plein Air – Bild einer Stadt, 2013 von Johanna Reich (geb.1977 in Minden) zu sehen. Die Künstlerin integriert sich selbst in beide Videos um eventuell das Vergängliche einer Stadt in Bewegung und das Zerstörerische einer möglichen Illusion der Stärke des Menschen zu zeigen. An der anderen Wand des Raumes ist die Bleistiftzeichnung Haiyan, 2013 von Adriane Wachholz (geb. 1979 in Oppeln) in Verbindung mit einer Videoprojektion zu betrachten. Die geometrischen Formen in der Zeichnung stammen alle aus diesem Raum. Das Lichtspiel entsteht durch die Besonderheit der Elemente im Raum. Einen Kontrast zu diesen Werken bieten die großen Poster von Jens Pecho (geb. 1978 in Frankfurt am Main), die statistischen Daten zu den Todesursachen aus den Jahren 2008 bis 2011 abbilden. Durch die Benennung der Poster nach Verstorbenen gewinnt die Reihe an gewisser Tiefe. Im nächsten Raum trifft man auf das Video von Eli Cortiñas (geb. 1976 in Las Palmas de Gran Canaria) Perfidia (2012). Die Menschen gehen und gehen und scheinen nicht aufhören zu können. Es ist ein Videoschnitt aus verschiedenen Szenen des Films Der diskrete Charme der Bourgeoisie (1972) von Luis Buñuel. Die Menschen im Video scheinen kein eindeutiges Ziel zu haben, halten aber zusammen. Eine andere Bewegung präsentiert Carolina Redondo (geb. 1977 in Santiago de Chile) in Anti-gravity study #2 (2013) im Hauptfoyer. Die Schülerin Mischa Kuballs zeigt mithilfe von Licht und Schatten eine Silhouette von sich selbst in einer Videoperformance, die ebenfalls den Raum der Ausstellung mitintegriert. Im weiteren Raum nutzt Daniela Kneip Velescu (geb. 1982 in Bukarest) die Gegebenheiten, das Mobiliar in einem kleinen Foyer und verwandelt die Hocker, das Sofa, die Stehlampe und Ohrsessel in einen Teil des Selbstportraits. Für das Self-portrait (2013) verwendet sie Plastikfolie, die den Ton ihrer Haut trägt. Die Folie deckt das Mobiliar ab und jeder, der sich hinsetzt um das Video zu sehen kriegt etwas von der Künstlerin ab, nämlich die „Farbe ihrer Haut“. Ein Teil des Videos Two small paintings: Arrangement in Weiß und Schwarz (2011) führt die Künstlerin, wie sie Sonnenblumenkerne isst und die Schalen in eine Designervase wirft, vor. Dafür stehen drei Objekte auf dem Boden, alle weiß und für einen bestimmten Zweck. Der andere Teil Stapel Nr. 1 (plum, white, red) (2012) zeichnet die Aufstapelung von Büchern ab, dessen Buchrücken wir unscharf sehen können. Das Video beinhaltet eine konträre Bewegung, einerseits das Wiederholende der Geste der Künstlerin und andererseits das Unscharfe der Buchrücken, die ebenfalls wie ein Gemälde erscheinen.

Rhizomée könnte man in dem Sinne des Verwurzeltseins verstehen. Jeder sollte wissen, woher er oder sie stammt und es auch nicht vergessen. Die Bewegung und die Statik, die Statistik und das Licht begleiten unser Leben ohne wirklich berücksichtigt zu werden. Menschen gehen manchmal mit einem Ziel, manchmal auch ohne. Wir bewegen uns und bleiben nicht oft stehen um über etwas, über uns und unsere Umgebung nachzudenken. Dabei würden wir ohne Licht gar nicht sehen, wohin wir gehen und wo wir stehen. Licht und Schatten, Spiel und Tod, das Wiederholende und das Bleibende sind die Themen, die in dieser Ausstellung veranschaulicht werden und sogar den einen oder anderen zum Nachdenken bringen.

Rhizomée (ab 29. November 2013 bis 28. Februar 2014)

Johanna Reich, Carolina Redondo, Jens Pecho, Eli Cortiñas, Daniela Kneip Velescu, Adriane Wachholz

Generali Deutschland Holding

Tunisstraße 19-23

50667 Köln

Intercomic

Heute waren wir das erste Mal bei der Intercomic, internationalen Comicmesse in Köln. Es war ganz spannend für uns, weil wir beide zwar wenige Comics kennen, aber nicht wirklich die nötigen Kenntnisse haben. Bei einer Comicmesse sollte man Fragen stellen, wir haben nur am Anfang einen Händler nach Art Spiegelmans Heften gefragt und direkt meinte er: „Klar, kommen Sie etwas später.“ So sind wir erst durch die Halle gewandert, die nicht so groß ist, aber ganz ganz viel Inhalt in sich hat. Ein Comickenner wird auf jeden Fall hier

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fündig, vor allem wenn man versteht, welche Schätze hinter den Ständen versteckt sind. Mit Art Spiegelman hatten wir Glück und haben die erste deutsche Ausgabe von „Breakdowns“ ergattert. Es war nicht alles, da wir noch einen Comiczeichner kennen lernen durften, der eine Kopie der Zeichnung seiner neuen Figur nicht nur signiert, sondern auch mit einer kleinen Originalzeichnung versehen hat. Noch darf ich Sie nicht veröffentlichen, aber ich hoffe bald. Der Künstler heißt Andree Schneider und ich weiß auch schon den Namen des Heftes, das bestimmt voller Phantasie und Spannung sein wird. Wir bleiben gespannt und warten auf Fortsetzung.

BMX Worlds 2013

Gestern fand die BMX Wolds 2013 statt und wir waren dabei. Es ist immer spannend etwas Neues kennenzulernnen und irgendwie kamen wir dazu die Tickets für die BMX Wolds zu kaufen. Es ist aber trotzdem beängstigend, was manche Menschen riskieren um ein paar Tricks zu schaffen. An dieser Stelle sollte man sagen, dass Männer in diesem Sport anscheinend mehr ausprobieren. Wir nicht alle Teilnehmer gesehen, aber die Männer, ob Amateure oder Profis haben auf jeden Fall eine andere Technik. Vielleicht täusche ich mich, aber es kam mir so vor, dass Männer mehr zeigen konnten. troy1troy2Ob der kleine Troy Hayward  aus England im Verleich zu Luzie Ronkholzluzie3luzie2luzie, der kleinsten im Wettbewerb, der mehr drauf hatte, wie man sich vorstellen konnte. Oder Camila Harambour aus Chilecamilla2 camilla1, die Gewinnerin bei der Girls Park, es sind Sportler, die immer wieder aufstehen, wenn sie fallen und sich tierisch ärgern, wenn etwas nicht so funktioniert, wie sie es gern hätten. Es sind Sprünge in die Luft oder Figuren mit dem Radsprung3 sprung2 sprung1, bei denen sie Brüche und vieles mehr riskieren um Zuschauer von ihrem Können zu begeistern. Ich bin zwar irgendwie begeistert, aber nachdenklich nach Hause gefahren und frage mich, ist es das wirklich wert?

Pae White – Der Zauber in der Luft

Diesen Samstag haben wir endlich die Museumsinsel Hombroich besucht und am Ende die wunderbare Ausstellung von Pae White in der Langen Foundation gesehen. Der tolle Park der Insel leitet in die unterschiedlichsten Häuser, die mit unterschiedlichster Kunst ausgesetellt sind, für jeden ist etwas dabei. Aber die Ausstellung in der Langen Foundation hat das Sahnehäubchen auf der großen farbenfrohen Torte gegeben. Die Künstlerin, die sich mit unterschiedlichsten Medien beschäftigt weiß es zu bezaubern. Ihre Darstellung der Dinge führt in eine fast märchenhafte Welt, weil man vom Staunen nicht mehr los kommt. Die Räume der Langen Foundation bieten Platz für übergroße Teppiche, die man zuerst als wunderbare Fotografien erfasst und dann feststellt, dass diese gewebte Teppiche sind. Oder hängende Seile mit Formen, die  an der Wand und auf dem Boden bewegliche Schatten bilden. Das ist für mich Kunst, man betrachtet und endeckt etwas Neues, was fasziniert, aber keine Fragen entstehen lässt. Es ist frei von Urteilen und etwas für das Auge.

http://langenfoundation.de/ausstellungen/pae-white-in-love-with-tomorrow/ Der Link zur Ausstellung, die leider nur bis zum 07.07. läuft.

Mehr abstrakte Kunst!!!

Ja, ich bestreite es auch nicht, ich mag abstrakte Kunst und es öffnet den Horizont meiner Gedanken. Warum? Weil die abstakte Welt überraschend ist. Sie ist voll von unterschiedlichsten Farben und offen für Neues. So offen, dass sie manchmal die Art zu sehen, wahrzunehmen, verändert. Die Veränderung, die zum Beispiel durch optische Täuschung eindringt. Die Ausstellung in Oberhausen, Austragungsort: II 1998-2012 vom Verein für aktuelle Kunst stellt über 40 verschiedene Positionen der Künstler dar, die mit Farben spielen und diese reformieren und reduzieren, variieren und vermischen, täuschen und verwirren.Publikum-4 Publikum-3 Publikum-2

Die Meister der optischen Täuschung sind für mich bei dieser Ausstellung Rosa M. Hessling und Rita Rohlfing. Beide  Objekte sind nicht in das Medium der Fotografie zu übertragen. Bei Rosa M. Hessling muss der Besucher seine Position wechseln um die Veränderung der Farbe festzustellen, bei Rita Rohlfing um die unterschedlichsten Farbverläufe im Werk sehen zu können. Nichtfarbe Weiß von Christoph Gesing und Günter Dohr trifft auf Nichtfarbe Schwarz im Werk  von Susanne Cirkel, der Kontrast fällt auf trotz der dominierenden farbigen Arbeiten. Eine Einteilung der Räume findet auch durch Gegenüberstellung der Farben satt. So stehen die eher mit röttlichen Plexiglasobjekten gefüllte Wand Thomas Kempers und der rote Besen von Martina Urmersbach den grünen und blauen Obejekten entgegen. Es ist erfrischend immer neue Objekte für sich zu entdecken, die überraschen und nicht eigene Illusion rauben etwas zu sehen.

Diese Ausstellung hat ein bisschen mehr Farbe in meinen Tag heute gebracht und den Gedanken freien Lauf gegeben, indem sie meine Phantasie anregte.